Villa Berg und Park: Martin Körner, Markus Merz und Helmut Nanz stellen Zukunftskonzept vor

Die aktuelle Diskussion um die Zukunft des Parks der Villa Berg und der Villa Berg hat der Bezirksvorsteher von Stuttgart-Ost, Martin Körner, zum Anlass genommen, um gemeinsam mit Markus Merz und mit Helmut Nanz für ein gemeinwohlorientiertes Zukunftskonzept für den Park der Villa Berg und die Villa Berg zu werben und dieses in einem Pressegespräch vorzustellen. Markus Merz ist Vorsitzender des Vereins für ein Haus für Film und Medien und Rektor der Merz Akademie im Kulturpark Berg. „Unser Konzept für die Villa Berg bietet mit einem offenen Haus für Film- und Medienkunst Raum für Kreativität und knüpft an die bestehenden kreativen Potentiale in Stuttgart-Ost an. Die Villa Berg könnte zu einem öffentlichen Raum für die Präsentation bewegter Bilder in allen Facetten werden. Medienpädagogische Workshops für Kinder und Jugendliche, sommerliches Open Air-Kino im Park, Schulvorführungen, interkulturelle Filmreihen, Festivals, Familienkino, Gespräche mit Filmschaffenden, Debatten zur Netzfilmkultur und Game Jams sind nur einige mögliche Angebote“, so Markus Merz.

Die Villa Berg wäre wieder ein kultureller Leuchtturm für die Landeshauptstadt Stuttgart und gleichzeitig ein offenes Haus für den Stadtteil. Gerade die Filmkultur mit ihren niederschwelligen, offenen, publikumswirksamen und breiten Angeboten könnte gut zu den Gegensätzen und Milieus des Stuttgarter Ostens passen. Von der Villa Berg könnten folgende Impulse ausgehen:

  • als Labor die Verbindung von Forschung / Innovation und Rundfunk (Merz Akademie, Wand5, SWR)
  • als Kinder- und Jugendmedienakademie die Verbindung von kultureller Bildung, Medienpädagogik und Schulen (Landesmedienzentrum, Stadtmedienzentrum, Schulen, Kindergärten, Horte)
  • als Stadtteilzentrum die Verbindung, Beteiligung und Inklusion der Bürger des Stuttgarter Ostens (Jugendliche, Migranten, Rentner, sozial schwache Schichten)
  • als Forum die Vernetzung von Kreativen, Künstlern, Nachwuchs und Wirtschaft
  • als Stadtentwickler die Stärkung des Stadtteils und die Öffnung Stuttgarts hin zum Neckar

Die Umnutzung der Villa Berg als Haus für Film und Medien könnte damit ein beispielhaftes Modellprojekt für die inhaltliche und räumliche Weiterentwicklung von Stadtteilen mit Hilfe kultureller Orte werden und würde gleichzeitig das tradierte Grundkonzept von Kommunalen Kinos neu interpretieren. Die Villa Berg veranschaulicht als Bild die räumliche Vision der Initiative, die Voraussetzung für eine Realisierung des Vorhabens ist im Moment (noch) nicht vorhanden, da sich die Villa Berg nicht im Eigentum der Stadt Stuttgart befindet.

Pressemitteilung: PK_2013_Mai_7_Villa Berg