Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit – Bernd Wolpert

Welche Bedeutung hat ein Haus für Film und Medien für die Stadt Stuttgart aus Sicht Ihrer Institution?

Ein solches Haus ist unverzichtbar für eine Stadt von der Größe Stuttgarts, bzw. die Landeshauptstadt eines so großen Bundeslandes. Die Stadt Stuttgart, bzw. das Land stellen sich zu Recht als weltoffen dar und betonen die Vielfalt der hier ansässigen Kulturen. Dies spiegelt sich nur unzureichend im Film- und Medienangebot, bzw. dem regelmäßigen Filmangebot jenseits von Filmfestivals.

Mit welchem Input möchten Sie sich als Institution in ein Haus für Film und Medien einbringen?

Das EZEF veranstaltet regelmäßig Tourneen mit Regisseuren/Filmemacherinnen aus Afrika, Lateinamerika und Asien. Diese würden wir gerne auch (wie früher) in Stuttgart vorstellen. Dies betrifft Filme aus dem Programm von EZEF, bzw. in Kooperation mit Partnern, die im kommerziellen Kino chancenlos sind, weil nicht auf kommerzielle Auswertung zielend, sondern auf öffentliche Präsentation und Debatte. Das EZEF kooperiert z.B. mit dem Afrika-Programm der Französischen Filmtage, mit dem Forum Afrikanum und dem CineLatino.

Welche Anforderungen haben Sie als Institution an ein Haus für Film und Medien? Welchen Output  bzw. Leistungen erwarten Sie?

Ein Haus, das technisch auf der Höhe der Zeit ist und ein Filmprogramm, das die Vielfalt des weltweiten Filmschaffens öffentlich präsentiert und zur Diskussion einlädt. Die Institution sollte einer der Fixpunkte sein für ein Netzwerk von Filmschaffenden und von interessierten BürgerInnen, die am Austausch und Dialog von Medienschaffenden und Medienrezipienten interessiert sind. Das Haus für Film und Medien sollte auch ein Ort sein, wo Filmgeschichte ernst und wichtig genommen wird.

www.ezef.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.