Kunstmuseum Stuttgart – Dr. Ulrike Groos

Welche Bedeutung hat ein Haus für Film und Medien für die Stadt Stuttgart aus Sicht Ihrer Institution?

Das Kunstmuseum Stuttgart ist ein Haus, dessen größter Sammlungsschwerpunkt auf der Malerei des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart liegt. Außerdem befinden sich einige Skulpturen und installative Arbeiten im Bestand des Museums, allerdings im Ganzen eher wenige Video- und Filminstallationen. Diese Ausrichtung hängt auch mit der offenen Ausstellungsarchitektur zusammen, die für Projektionen von Filmen nur bedingt geeignet ist. Der Bereich des bewegten Bilds gehört jedoch spätestens seit den 1960er Jahren ganz zentral zum Kanon der Kunstgeschichte. Für das Kunstmuseum Stuttgart wäre es deshalb ein Glücksfall und eine wichtige Ergänzung für unsere Arbeit, wenn es ein Haus für Film und Medien in Stuttgart gäbe, mit dem wir in Zukunft eng kooperieren würden.

Mit welchem Input möchten Sie sich als Institution in ein Haus für Film und Medien einbringen?

Kooperationen verstehe ich in Hinblick auf gemeinsame Projekte, denen wir gerne unsere Ausstellungsflächen zur Verfügung stellen. Zusätzlich können Workshops, Veranstaltungen des kommunalen Kinos wie Vorträge und Gesprächsreihen im Kunstmuseum stattfinden, das aufgrund seiner zentralen Lage im Herzen der Stadt ein guter Kommunikator für alle Aktivitäten des Hauses für Film und Medien werden kann.

Welche Anforderungen haben Sie als Institutionen an ein Haus für Film und Medien? Welchen Output bzw. Leistungen erwarten Sie?

Ich denke, dass wir sehr von dem Know-how der Kollegen und Kolleginnen aus den Bereichen Film und Medien profitieren könnten, und zwar nicht nur in Hinblick auf technische Fragen der Präsentation, sondern auch bei der Erarbeitung von wissenschaftlich-inhaltlichen Konzepten. Zudem wären für uns Kontakte zu Regisseuren und Filmschaffenden wichtig, um einen Dialog zwischen den Künsten zu vertiefen.

www.kunstmuseum-stuttgart.de

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