Stuttgarter Jugendhaus gGmbH – Daniel Danzer

Welche Bedeutung hat ein Haus für Film und Medien für die Stadt Stuttgart aus Sicht Ihrer Institution?

Die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH (StJG) sieht vielfältige Möglichkeiten zu Kooperationen mit einem „Haus für Film und Medien“ und den damit assoziierten Institutionen. Da Filmbildung in den Schulen nur sehr sporadisch stattfindet, sehen wir ein großes Potential, auch mit Schulen zusammenzuarbeiten. Zahlreiche Synergie-Effekte könnten entstehen, wenn ein zentraler Ort für aktive Filmbildung in Stuttgart geschaffen würde. Hierbei könnte Personal aus verschiedenen Häusern der StJG innerhalb von Kooperationen mit eingebracht werden sowie die Konzeption und Organisation einzelner Projekte in den Räumen eines solchen Hauses. Daraus resultierend würden die Jugendhäuser wiederum davon profitieren, wenn Jugendliche, die sich im „Haus für Film und Medien“ informieren oder an Veranstaltungen teilnehmen, auch auf lokale Möglichkeiten aktiver Filmarbeit im Rahmen der StJG hingewiesen würden. Bei der aktiven Filmarbeit mit Jugendlichen könnte in Stuttgart noch sehr viel mehr geboten werden – die Gefahr einer direkten Konkurrenz bei den Angeboten sieht die StJG daher nicht, im Gegenteil: Da ist noch sehr viel Luft nach oben!

Mit welchem Input möchten Sie sich als Institution in ein Haus für Film und Medien einbringen?

Einige Möglichkeiten wären zum Beispiel, teilweise in Kooperation:

  • Werkstattgespräche und Workshops für jugendliche Filmemacher von der Stoffentwicklung bis zum Schnitt und der Einbindung des Internets bei Filmherstellung und -konsum.
  • Wöchentliche Treffen von Jugendfilmgruppen nach dem Modell der Jugendtheatergruppen im JES.
  • Monatliches „Open Screening“ für jugendliche Filmer sowie „Video Slam“ in Anlehnung an die erfolgreiche Form des „Poetry Slam“.
  • Ferienangebote für interessierte Einsteiger: „Film in einer Woche“.
  • Veranstaltungen und Angebote für Schulen und Träger außerschulischer Bildung.
  • Jährliches „Klappe! JugendFilm-Festival“ der StJG mit Filmen von Schulen und Jugendlichen aus dem Raum Stuttgart mit dem Hauptaugenmerk auf Networking.
  • Schul-Angebote „Filmsprache“ für alle Schularten und Altersstufen sowie Workshops „aktives Filmen“ zu den Themen „Trickfilm“, „szenischer Film“ und „Dokumentation“.
  • Mitveranstaltung eines Stuttgarter Kongresses zum Thema Filmbildung, Kooperation mit „Vision Kino“ im Rahmen der SchulKinoWochen.

Welche Anforderungen haben Sie als Institution an ein Haus für Film und Medien? Welchen Output bzw. Leistungen erwarten Sie? (z.B. Räume, Unterstützung, …)

  • Organisation und Koordination eines Netzwerkes „Filmbildung“ für den Raum Stuttgart.
  • Räumlichkeiten für
    • Workshops, u.a. mit Schnittrechnern, Trickboxen, Greenscreen
    • Kleinere Vorführungen und Rezeption (Schulklassengröße)
    • Größere Vorführungen im Rahmen von Festivals, Kongressen, Screenings
  • Technische Ausrüstung für Amateur-Videoproduktion, also HD-Kamera, Mikrofon, Licht, etc.
  • Personelle Unterstützung bei Veranstaltungen, Werbung, Networking
  • Ideal wäre eine Video-Bibliothek mit Referenzfilmen zur freien Verfügung innerhalb von Workshops, Schulfilmbildung, etc., die rechtlich abgeklärt ist. Dies würde eine deutliche Reduzierung des Aufwandes bedeuten, was die Ausleihe von Filmen angeht.
  • Unterstützung bei der Akquise von Mitteln und Ressourcen, z.B. einer „HFM-Flatrate“ bei einer Firma für Technik-Verleih oder auch bei der Pressearbeit. Kurz: Wer unter dem Dach des „Hauses für Film und Medien“ schafft, profitiert von den Sponsoren und Unterstützern des Hauses.

www.jugendhaus.net

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.