Stadtentwicklung

Grundsätzliche Offenheit ist wesentliches Merkmal sowohl in inhaltlicher als auch architektonischer Hinsicht. Die Architektur zeigt dem Flaneur ebenso wie dem Cineasten, dem Kulturliebhaber sowie dem Konsumenten, dass sie oder er hier willkommen ist und Neues erfahren kann. Die Architektur selbst tritt in Kommunikation mit den Menschen, aber auch mit dem städtebaulich Vorhandenen, sie reflektiert und erweitert das Stadtbild. Das HFM sieht sich als aktiver Baustein der Stadtentwicklung; so wurden bereits Gespräche geführt, um das HFM als ein Projekt im Rahmen der IBA 2027 Stuttgart zu platzieren.

Der Standort des heutigen Breuninger-Parkhauses an der B14 verlängert die Stuttgarter Kulturachse. Dies passt einerseits thematisch sehr gut und andererseits bietet die Fläche enormes Entwicklungspotential für den städtischen Raum. Das für das Stadtleben unattraktive Parkhaus wird durch zwei Baukörper ersetzt. Der markante und offene, zur Leonhardskirche hin orientierte Baukörper beinhaltet das HFM. Der zweite, längliche Baukörper soll ein Mobilitätshub mit aktivierter Erdgeschosszone beherbergen.

Der Bezug zum Bohnenviertel wird städtebaulich durch das Aufnehmen der historischen Wagnerstraße gestärkt. Durch die Aktivierung und Belebung der Erdgeschoss­zone wird die Esslinger Straße nun auch beidseitig zu einer lebendigen und attraktiven Fußgängerzone. Als neuer Stadtbaustein gegenüber der Leonhardskirche schafft der Baukörper für das HFM eine neue Platzkante, die den Übergang aus der Innenstadt bespielt. Von der Innenstadt kom­mend bietet das HFM einen städtebaulichen Gegenpol zur Leonhardskirche. Trotzdem bleibt der Kirchturm weiterhin ein markanter Orientierungspunkt. Die stadträumliche Fassung des neuen, nutzbaren Platzes, der als Bindeglied zwischen Bohnenviertel und Leonhardsviertel in Anlehnung an die historische Leonhardsvorstadt fungiert, schafft einen erheblichen Mehrwert für den öffentlichen Raum.