Stuttgart investiert in die Medienzukunft: Grünes Licht für das SMIC
Mit dem Beschluss zum Stuttgart Moving Image Center (SMIC) entsteht in Stuttgart ein zentraler Ort für Film, Medien und digitale Kultur – trotz angespannter Haushaltslage.
Der Gemeinderat hat die Baufreigabe für das SMIC erteilt und damit ein deutliches Signal gesetzt: Der Medienstandort Stuttgart soll langfristig gestärkt und strategisch weiterentwickelt werden. „Wir sprechen hier über eine Zukunftsinfrastruktur für den Standort Stuttgart“, sagt Jens Gutfleisch, Vorstandsvorsitzender des Gründungsvereins. „Medienbildung, Filmkultur, Kreativwirtschaft und digitale Transformation brauchen einen gemeinsamen Ort.“ Gerade vor dem Hintergrund finanzieller Kürzungen in vielen Bereichen ist diese Entscheidung bemerkenswert – und bewusst zukunftsgerichtet.
Ein Haus für Film, Medien und digitale Gesellschaft
Das SMIC wird als offener Kooperationsort konzipiert, der zentrale Funktionen der Medienlandschaft unter einem Dach bündelt:
> Medienbildung und Vermittlung
> Festivals, Diskurs und Bewegtbildkultur
> Vernetzung von Hochschulen, Branche und Öffentlichkeit
> Sichtbarkeit für die Kreativwirtschaft in der Region
Damit entsteht nicht nur ein neuer Ort, sondern eine Infrastruktur, die kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen zusammenführt.
15 Jahre Vorbereitung – getragen von der gesamten Branche
Hinter dem Projekt steht ein breites Bündnis: Rund 26 Institutionen aus Film, Medien, Kultur und Bildung haben das SMIC über mehr als 15 Jahre hinweg gemeinsam entwickelt. Dieser kollaborative Ansatz ist zentral für die Idee des Hauses: ein Ort, der nicht einzelnen gehört, sondern von vielen getragen wird.
Jetzt entscheidet sich, wie stark das SMIC wird
Mit der Baufreigabe ist der politische Grundsatzbeschluss gefallen. Die eigentliche inhaltliche Ausgestaltung steht jedoch erst am Anfang. Eine Betriebskonzeption liegt bereits vor und wird derzeit weiterentwickelt und an aktuelle Rahmenbedingungen angepasst. Eine vertiefte Fassung wird im Sommer erwartet.
Für den Gründungsverein ist klar: In dieser Phase werden die entscheidenden Weichen gestellt. Akzeptanz, Profil und Wirkung des Hauses hängen maßgeblich von den kommenden Entscheidungen ab. Der Gründungsverein begleitet die nächsten Schritte aktiv – mit dem Ziel, ein Haus zu schaffen, das die Medienlandschaft nicht nur abbildet, sondern aktiv weiterentwickelt.
Bilder: ©DMAA/negativelabs